Pressearchiv

Naturspektakel im Landkreis Lörrach

Invasion der Bergfinken

Bergfink (Foto Rolf Jürgens)
Bergfink (Foto Rolf Jürgens)

Haseln, den 09.01.2015 - Als vor wenigen Tagen bei Rudi Apel vom NABU Görwihl das Telefon klingelte, sprach ihn der Anrufer auf die riesigen Vogelschwärme an, die am Himmel bei Haseln (Lkr. Lörrach) zu sehen wären. Der Vogelexperte vom NABU Görwihl vermutete gleich, dass es sich um einen Schlafplatz des Bergfinks handeln würde. Schon im Jahr 2010 gab es ein vergleichbares Vorkommen bei Görwihl, auch damals waren Millionen von Vögeln in großen Schwärmen unterwegs. Wie viele es diesmal sind, lässt sich schwer abschätzen. Experten gehen davon aus, dass es derzeit ca. 2 Millionen (!) Individuen sind, die in einem kleinen Waldstück nächtigen. Die Bergfinken besetzen Bäume, vorwiegend Nadelbäume wie Fichten zum schlafen und ernähren sich von Bucheckern, Mais, Fichtensamen sowie aus vom Menschen aufgestellten Futterangeboten. Bergfinken verlassen ihre Brutgebiete in Russland und im Nordosten Europas, um in Mitteleuropa zu überwintern. Ihre Verbreitung wird dann maßgeblich vom Angebot an Bucheckern im Wald und Mais auf den Feldern bestimmt. Beim letzten großen Masseneinflug des Bergfinks im Jahr 2010 flogen die Vögel erst im März wieder in den Norden zurück. "Ich erinnere mich, dass am 20.03.2010 die letzten Nachzügler abgeflogen waren", so Rudi Apel. Wie sie sich dieses Jahr verhalten, bleibt abzuwarten.

Stunde der Gartenvögel 2014

Freiburg hat gezählt

Freiburg. 6. Juni 2014 - Trotz durchwachsener Witterungsbedingungen haben sich mehr als 100 Naturfreunde an der Stunde der Gartenvögel in Freiburg beteiligt. Die mit Abstand häufigste Art war dabei der Haussperling, gefolgt von der Amsel und dem Mauersegler. Besorgniserregend ist der anhaltende Rückgang der Mehlschwalbe. Lesen Sie dazu den Nachbericht in der Badischen Zeitung hier:

Im Tiefflug auf en dritten Platz
2014_06_06_Stunde der Gartenvögel PDF Na
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Flächenverbrauch stoppen!

BUND, LNV, NABU und Schwarzwaldverein geben Stellungnahme zum Regionalplan Südlicher Oberrhein ab

Freiburg, 14. Februar 2014 - Die Umweltverbände haben eine umfangreiche Stellungnahme zur Fortschreibung des Regionalplans Südlicher Oberrhein abgegeben. Ihre Hauptforderung ist es, den nach wie vor viel zu hohen Flächenverbrauch - vor allem in der Rheinebene - endlich zu stoppen. Vor allem die ungebremste Siedlungsentwicklung entlang der B 3 zwischen Offenburg und Freiburg gibt Anlass zur Sorge. Doch auch andernorts wollen sich Gemeinden für ihre zukünftige Siedlungsentwicklung ein großes Stück der freien Landschaft sichern. Völlig überdimensioniert sind auch die im Regionalplan vorgesehenen Neuausweisungen weiterer Kiesabbauflächen. Die Umweltverbände wollen nun verstärkt darauf hinwirken, dass die Landesregierung ihr Versprechen einer flächensparenden Politik wahrmacht und den Regionalplan in der jetzt vorliegenden  Form nicht genehmigt.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier:

Stellungnahme der Umweltverbände zum Regionalplan Südlicher Oberrhein
2014_02_03 Regionalplan_Stellungnahme.pd
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Regionalplan Südlicher Oberrhein

NABU und BUND: Siedlungsentwicklung zerstört Restnatur am Oberrhein

Freiburg, 28. Januar 2014 - In einem offenen Brief an den Landrat des Landkreises Emmendingen, Hanno Hurth, und den Landrat des Landkreises Ortenau, Frank Scherer, haben der BUND Südlicher Oberrhein und der NABU Südbaden eine deutliche Eindämmung des Flächenverbrauchs gefordert. Anlass für die beiden Schreiben ist die Fortschreibung des Regionalplans. Insbesonders entlang der B 3 zwischen Emmendingen und Offenburg entsteht zunehmend ein Siedlungsband, das die dort ohnehin nur noch in Resten vorhandene Natur zerstöre. Die beiden Umweltverbände fordern die Landräte daher dazu auf, ihren Einfluss für einen flächensparenden Regionalplan geltend zu machen.

Die Antwortschreiben der beiden Landräte und der Regierungspräsidentin finden Sie hier:

Antwortschreiben des Landkreises Ortenau
2013_12_20 Antwort Landkreis Ortenau Reg
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Antwortschreiben des Landrats des Landkreises Emmendingen
2014_01_17 Antwort Landrat Emmendingen R
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Antwortschreiben der Regierungspräsidentin
2014_01_20 Antwort Regierungspräsidentin
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Der Staatsanzeiger Baden-Württemberg hat dies zum Anlass genommen, einen Artikel zu den Forderungen von NABU und BUND zu machen. Den Artikel finden Sie hier:

2014-01-24-Staatsanzeiger-Regionalplan_S
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Vogel des Jahres 2014

Ein echter Europäer, der gut lachen hat

Freiburg, 24. Oktober 2013 - Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den farbenprächtigen Grünspecht (Picus viridis) zum „Vogel des Jahres 2014“ gekürt. Auf den „Meckervogel“ 2013, die Bekassine, folgt damit der „Lachvogel“: Wegen seines markanten Rufs, der wie ein gellendes Lachen klingt, erhielt er diesen Beinamen. Trotz seines auffälligen Lachens und farbenfrohen Gefieders ist der Grünspecht nicht leicht zu entdecken. Die rote Kappe und die schwarze Augenmaske bescherten ihm schon den liebevollen Spitznamen „Zorro“.

Er findet überall ein Zuhause, wo es alte Bäume zum Bau von Nisthöhlen und Grünland mit ausreichend Ameisen als Futter gibt. Mit seinem Schnabel und der bis zu zehn Zentimeter langen klebrigen Zunge kann er seine Leibspeise aus dem Boden oder aus den Bäumen herausholen. Zentrale Merkmale des Grünspechts sind sein freudiger Gesang und sein dynamisch, meist mehrsilbiger Ruf, der einem gellenden Lachen gleicht: „kjückkjückkjück“. Dieser ist zu jeder Jahreszeit zu hören. Zur Balzzeit baut der Grünspecht diesen Ruf zu einer langen Gesangsstrophe aus. Er ist nach dem Buntspecht und vor dem Schwarzspecht die zweithäufigste Spechtart Deutschlands. Aufmerksame Beobachter können ihn in halboffenen Waldlandschaften, Gärten und Parks oder auf Streuobstwiesen und Brachen finden – überall dort, wo Grünland mit alten Bäumen vorkommt.

Auch in Südbaden ist der Grünspecht zu Hause. Die südbadischen NABU-Gruppen tragen seit vielen Jahren aktiv dazu bei, dass der Lebensraum für den Grünspecht auch in Zukunft noch zur Verfügung steht - durch Kauf und Pflege von Streuobstwiesen und vielen anderen Maßnahmen, die nicht nur dem Grünspecht helfen.

Katastrophenschutz Fessenheim

BUND, NABU, LNV: Der Fortschritt ist eine Schnecke

Freiburg, 17. Juli 2013 - Erneut hatten sich BUND, NABU und LNV in einem Brief an die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer gewandt und nach den angekündigten Fortschritten beim wichtigen Thema Katastrophenschutz für das AKW Fessenheim gefragt. Jetzt liegt die eher unbefriedigende Antwort aus dem RP Freiburg vor (s. unten). Auf die zentrale Frage nach einer Erweiterung der bisherigen, absolut unrealistisch kleinen Evakuierungsradien wird leider überhaupt nicht geantwortet.

In Sachen Fessenheim-Katastrophenschutz ist der Fortschritt eine Schnecke...

Die drei großen regionalen Umwelt- und Naturschutzverbände wissen, wie schwierig die Aufgabe der Behörden ist, die Menschen zu schützen. Dennoch drängen wir, zunehmend ungeduldig, auf einen realistischen Katastrophenschutz für eine Million Menschen (davon ca. 500 000 auf der badischen Rheinseite) im 30 Kilometer-Radius um das AKW Fessenheim, aber auch für die grenznahen AKW Beznau, Leibstadt und die anderen AKW in Baden Württemberg. Wir wissen, dass es fast unmöglich ist, eine halbe Million Menschen allein auf der badischen Rheinseite schnell zu evakuieren und vor allem dauerhaft unterzubringen. Dennoch wäre dies die erschreckende Realität eines großen Atomunfalls. Der Oberrhein ist kein dünn besiedeltes Gebiet wie die Gegend um Tschernobyl und es gibt kein „freundliches Meer“, auf dem der Hauptteil der Radioaktivität verteilt würde wie in Fukushima.

Die grün-rote Landesregierung kann in einer Legislaturperiode nicht alles nachholen, was die atomfreundliche Vorgängerregierung in Jahrzehnten verschlafen hat. Dennoch ist Katastrophenschutz Ländersache und wir erwarten noch vor Ende dieser Legislaturperiode einen einigermaßen realistischen Katastrophenschutz für alle Menschen in der Umgebung von Atomanlagen in Baden Württemberg. Es ist ein unglaublicher Skandal, dass immer noch AKW betrieben werden, obwohl alle Verantwortlichen wissen, dass ein realistischer Schutz der Bevölkerung fast unmöglich ist. Der politische Druck darf nicht nachlassen, denn ein Erdbeben, ein Terroranschlag oder ein anderer schwerer Atomunfall mit verheerenden Folgen für den Südlichen Oberrhein ist jederzeit möglich und hält sich nicht an ungewisse AKW-Abschalttermine.

Antwortschreiben der Regierungspräsidentin in Sachen Fessenheim-Katastrophenschutz
04-07-2013 Antwort RP Katastrophenschutz
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Stunde der Gartenvögel 2013

Freiburg, 14. Juni 2013 - Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen, dabei tolle Preise gewinnen und die Kenntnisse über unsere Vogelwelt steigern – all das vereint die Aktion „Stunde der Gartenvögel“. Dabei sind Vogelfreunde quer durch die Republik aufgerufen, eine Stunde lang alle Vögel zu notieren und dem NABU zu melden. Tragen auch Sie Ihre Beobachtungen ein und gewinnen Sie zum Beispiel ein vogelkundliches Wochenende am Niederrhein.

Die bundesweite „Stunde der Gartenvögel“ fand vom 9. bis 12. Mai 2013 statt.

Hier finden Sie Presseartikel zu ersten Ergebnissen der Stunde der Gartenvögel in Südbaden

Stunde der Gartenvögel - Ergebnisse aus der Ortenau
Auf der Kindseite der Mittelbadischen Presse werden die Ergebnisse der Stunde der Gartenvögel anschaulich beschrieben.
Stunde der Gartenvögel 2013 Ergebnisse O
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Ausbau der Rheintalbahn

Raumordnungsverfahren: Chance verpasst!

Stuttgart/ Offenburg 21. Februar 2013 – Mit Enttäuschung hat der NABU auf die heute in der Presse zu lesende Ablehnung der Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer für ein Raumordnungsverfahren in Sachen Ausbau der Rheintalbahn zwischen Riegel und Offenburg reagiert.
"Die Regierungspräsidentin hat eine große Chance zur Befriedung der Region verpasst, die solch ein Raumordnungsverfahren geboten hätte", sagt Dr. Andre Baumann, Vorsitzender des NABU Baden-Württemberg. Statt die Tatsache zu würdigen, dass sich Gegner und Befürworter der Antragstrasse der Bahn für ein solches Raumordnungsverfahren ausgesprochen hatten, verstecke sich die Regierungspräsidentin lieber hinter dem Projektbeirat. „Diese Weigerung ist umso unverständlicher, da Mensch und Natur in der betroffenen Region mit den Folgen des Bahnausbaus für viele Jahrzehnte leben müssten und jede Chance, ein von allen Betroffenen getragenes Verfahren zur Trassenwahl zu finden, genutzt werden muss."
Für Dr. Felix Bergmann, Geschäftsführer des NABU Südbaden in Freiburg, passt die Entscheidung der Freiburger Regierungspräsidentin nicht zu der von der Landesregierung propagierten "Politik des Zuhörens", wie sie der Ministerpräsident immer wieder versprochen hat. "Wenn im Projektbeirat wesentliche Entscheidungen über die Trassenwahl zwischen Offenburg und Riegel getroffen werden, dann werden hierdurch die Beteiligungsmöglichkeiten der Naturschutzverbände ausgehebelt", ärgert sich Bergmann. In einem Raumordungsverfahren könnten die Naturschutzverbände, wie alle anderen Betroffenen auch, ihren Sachverstand bei der Trassenwahl einbringen.
Der NABU rief die Landtagsabgeordneten aus der Ortenau und dem Landkreis Emmendingen auf, sich bei der Landesregierung in Stuttgart für ein solches Raumordnungsverfahren einzusetzen.

Vogel des Jahres 2013

Die Bekassine ist am Oberrhein inzwischen ausgestorben

Freiburg 7. Januar 2013 - Noch im 19. Jahrhundert war der Vogel des Jahres 2013, die Bekassine, in der südbadischen Rheinebene weit verbreitet. Seit den 1960er Jahren geht es mit den Beständen der Bekassine aber stetig bergab. Heute muss davon ausgegangen werden, dass die Bekassine, deren Lebensraum vor allem Feuchtgrünland und Moore sind, zwischen Basel und Offenburg ausgestorben ist.
Die Zerstörung ihres Lebensraums dürfte die entscheidende Rückgangsursache für die Bekassine in Südbaden sein. Dabei spielen der Umbruch von Wiesen in Ackerland (Mais!), die Ausweitung der Siedlungsgebiete - Industriegebiete und Wohnbebauung - in den ehemaligen Lebensraum der Bekassine und das Verschwinden von Feuchtgrünland eine zentrale Rolle.

In seiner Studie aus dem Jahr 2002 zeigt Martin Boschert, wie sich der Brutbestand der Bekassine am Oberrhein in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat und nennt die Hauptursachen

Verbreitung und Bestandssituation der Bekassine (Gallinago gallinago) in der südlichen und mittleren Oberrheinebene
bekassine.pdf
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Über die Situation der Bekassine im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und über deren Vorkommen in historischer und heutiger Zeit, hat Andreas Braun in der Badischen Zeitung einen schönen Artikel verfasst. Er enthält auch einige Informationen darüber, wie die Naturschutzbehörden im Landkreis der Bekassine in diesem Jahr helfen wollen.

Die Bekassine im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Artikel in der Badischen Zeitung, erschienen am 14. Februar 2013
Natur des Jahres 2013 im Landkreis Folge
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Ausbau der Rheintalbahn

Gleis4. - Bürgerinformation erschienen

Freiburg 19. Oktober 2012 - Zwischen Offenburg und Riegel wird im Zuge des Ausbaus der Rheintalbahn eine heftige Debatte um die richtige Streckenführung geführt. Der NABU hat sich seit längerem schon aus ökologischen Gründen für die sogenannte Antragstrasse der Bahn ausgesprochen. Die autobahnparallele Trasse, die als Alternative zur Antragstrasse der Bahn von einigen Gemeinden gefordert wird, wäre ein massiver Eingriff in wertvolle Schutzgebiete der Ortenau und des nördlichen Landkreises Emmendingen.

Für den NABU war und ist dabei immer wichtig, dass entlang der Antragstrasse ein deutlich über das gesetzliche Minimum hinausgehender Lärmschutz garantiert sein muss. Diese optimierte Antragsvariante muss durch ein zügiges Umrüsten des rollenden Materials auf leisere Materialien ergänzt werden.

Die heute erschienene Bürgerinformation Gleis4. fasst die Argumente für einen Ausbau der Rheintalbahn entlang der bestehenden Bahnlinie zwischen Offenburg und Riegel zusammen.

Gleis4
Bürgerinformation der Rheintal- Kommunen Riegel bis Hohberg
Gleis4_Oktober_2012_low.pdf
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Biosphärengebiet Südschwarzwald

Positionspapier der Naturschutzverbände zum Biosphärengebiet Südschwarzwald

Freiburg/ Stuttgart 23. Mai 2012 - Der NABU hat am heutigen Mittwoch ein zehn Punkte umfassendes Positionspapier zum geplanten Biosphärengebiet Südschwarzwald vorgelegt Darin skizziert er seine zentralen Anforderungen an das zweite Premiumschutzgebiet Baden-Württembergs. Der NABU hatte bereits an der Entstehung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb maßgeblich mitgearbeitet.

Der NABU appelliert an das Land, Bürgerschaft und Verbände weiterhin in Entscheidungen einzubeziehen und von ihrem Wissen zu profitieren. Ein Biosphärengebiet leistet sowohl für den Naturschutz als auch für die Bereiche Forschung, Umweltbildung und die Erprobung nachhaltiger Wirtschaftsformen wichtige Dienste. Diese Vielfalt muss sich aus Sicht des NABU auch in der Finanzierung widerspiegeln.

Das vollständige Positionspapier finden Sie hier:

Positionspapier zum Biosphärengebiet Südschwarzwald
2012-05-22 Positionspapier BSG Südschwar
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BUND, NABU, LNV

Anfrage zum Thema Katastrophenschutz für das AKW Fessenheim

Freiburg, 21. Mai 2012 - Die drei Verbände BUND Südlicher Oberrhein, LNV Baden-Württemberg und NABU Bezirksverband Südbaden verlangen in einem Schreiben an Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer Auskünfte über die Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes für die Menschen am südlichen Oberrhein.

Das vollständige Schreiben, das auch an die Presse ging, finden Sie hier:

Anfrage Katastrophenschutz
Anfrage Katastrophenschutz.pdf
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Mit Schreiben vom 9. Juli 2012 hat die Regierungspräsidentin die Anfrage der drei Verbände beantwortet.

04-07-2013 Antwort RP Katastrophenschutz
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NABU warnt vor Phantomdebatte

Das westliche Rieselfeld muss Naturschutzgebiet und Naherholungsgebiet bleiben

Freiburg, 5. Dezember 2011 - Der NABU Freiburg übt scharfe Kritik an Äußerungen von Baubürgermeister Martin Haag, der bei einer Diskussionsveranstaltung die Bebauung des westlichen Rieselfeldes nicht mehr ausgeschlossen hatte.
Dirk Niethammer, Vorsitzender des NABU Freiburg, sagte dazu: "Die Stadt Freiburg kann es sich nicht leisten ihr grünes Image aufs Spiel zu setzen, indem sie ernsthaft in Erwägung zieht, ein Naturschutzgebiet zu bebauen". Die Chance für die Realisierung eines solchen Eingriffs in ein ökologisch sehr wertvolles Schutzgebiet sind laut NABU zudem gleich Null: "Das westliche Rieselfeld ist nicht nur Naturschutzgebiet sondern auch Teil des europäischen Naturschutznetzwerkes Natura 2000. Da ist eine Bebauung ausgeschlossen. Ein Baubürgermeister müsste dies eigentlich wissen", so Niethammer weiter.
Der NABU begrüßte zugleich, dass sich die Gemeinderatsfraktion von Junges Freiburg/Die Grünen in einer Pressemitteilung klar und unmissverständlich von einer Bebauung des westlichen Rieselfeldes distanziert hat. „Freiburg braucht eine konsequente Innenentwicklung und kein weiteres Wachstum in die freie Landschaft, schon gar nicht in ein Naturschutzgebiet“, betonte Niethammer. Dem Baubürgermeister empfiehlt er, sich auf realistische Vorhaben zu konzentrieren und zukünftig keine Phantomdebatten mehr anzustoßen.
Der NABU fordert OB Salomon gleichzeitig auf, sich öffentlich von den Ideen seines Baubürgermeisters zu distanzieren. Das westliche Rieselfeld braucht nach Auffassung des NABU keine Bebauung sondern die konsequente Umsetzung der bestehenden Konzepte, die das Ziel haben die ökologische Wertigkeit des Gebietes weiter zu erhöhen. Hier sind in der Vergangenheit Versäumnisse geschehen.

Zum 25. Jahrestag der Sandozgiftwelle im Rhein stellen die Umweltverbände im Dreyeckland fest:

Ein Sandoz II muss verhindert werden!

 

Basel, Lörrach, Freiburg, 28. Oktober 2011 - Die Sandozgiftwelle und die darauf folgenden Proteste der grenzüberschreitenden Umweltbewegung vor 25 Jahren haben dazu beigetragen, dass Gesetze und Vorschriften im Gewässerschutz verschärft worden sind – dadurch ist tatsächlich eine erfreuliche Verbesserung der Gewässergüte im Rhein eingetreten. Zudem hat der forcierte Bau von Havarie- und Löschwasserrückhaltebecken die Gefahr einer unfallbedingten Beeinträchtigung des Rheins erheblich vermindert.
In den letzten Jahren ist es jedoch zumindest in Deutschland unter dem Motto „Schlanker Staat“ zu einer fortlaufenden personellen Ausdünnung bei den Überwachungsbehörden gekommen. Der Wettbewerbs- und Rationalisierungsdruck hat auch in der Industrie dazu geführt, dass in den Umweltschutzabteilungen zunehmend gespart wird. Der personelle und fachliche Aderlass auf Behörden- und Industrieseite lässt das Risiko für ein „Sandoz II“ wieder ansteigen. In den letzten Jahren gab es im Rheineinzugsgebiet bereits einige Störfälle, bei denen nur in letzter Sekunde ein Desaster ähnlich wie bei der Sandoz-Giftwelle verhindert werden konnte.
Mit Sorgen sehen wir die zunehmenden Gefahren für Mensch, Natur, Umwelt und Rhein durch die Uralt-AKW in Beznau (CH), Fessenheim (F), durch die Schweizer atomaren Endlagerpläne im Rheineinzugsgebiet und durch die Gifte aus der maroden französischen Giftmülldeponie Stocamine. Der Krug geht so lange zum Brunnen – bis er bricht.

Die ganze Presseerklräung finden Sie hier:

PM zur Sandozgiftwelle
PM_Sandoz 28102011.pdf
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Geburtshelferkröten sind eine große Seltenheit
Geburtshelferkröten sind eine große Seltenheit

Neuer Flyer erschienen

Informationen über Gefährdungsursachen und Schutz der Geburtshelferkröte

Freiburg, 10. März 2011 - In einem neuen Flyer informiert der NABU Südbaden über das Vorkommen der Geburtshelferkröte in Südbaden. Südbaden liegt am Rand des Verbreitungsgebiets dieser faszinierenden Tierart mit der für Amphibien einzigartigen Brutpflege. Lebensräume bilden sonnige, mit Lücken bewachsene Flächen mit vielen Versteckmöglichkeiten beispielsweise Steinbrüche aber auch Trockenmauern, Steinriegel und alte Treppen, die in der Nähe eines Gewässers liegen. Der Flyer informiert über die Gefährdungsursachen und erklärt was zum Schutz der Geburtshelferkröte notwendig ist.
Bestellt werden kann er unter: suedbaden@nabu-bw.de

Bürgermeister Bruder begrüßt die NABU Delegierten aus Südbaden
Bürgermeister Bruder begrüßt die NABU Delegierten aus Südbaden

NABU zeichnet Gemeinde Eichstetten aus

Dr. Martin Neub wird in Amt bestätigt

Eichstetten, 25. September 2010 - Wegen ihres vorbildlichen Engagements für den Naturschutz und die Arbeit des NABU hat der stellvertretende NABU Landesvorsitzende, Dr. Walter Caroli, die Gemeinde Eichstetten mit der NABU-Ehrenurkunde ausgezeichnet. Die Verleihung der Auszeichnung fand im Rahmen der Delegiertenversammlung der südbadischen NABU-Gruppen in Eichstetten statt. Bürgermeister Michael Bruder nahm für die Gemeinde die Auszeichnung in Empfang. Er lobte in seiner Dankesrede die örtliche NABU-Gruppe unter der Leitung von Engelbert Mayer als verlässlichen Partner in Sachen Natur- und Umweltschutz.
Bei der Versammlung wurde Dr. Martin Neub als Vorsitzender des NABU Südbaden für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Er berichtete, dass sich die Mitgliederzahl des NABU in Südbaden nahezu verdoppelt habe.
Geschäftsführer Dr. Felix Bergmann ging auf die regionalen Herausforderungen im Naturschutz ein: „Der Ausbau der Rheintalbahn mit seinen massiven Eingriffen in die Landschaft am südlichen Oberrhein wird uns in Zukunft noch sehr beschäftigen“, so Bergmann. Er wies darauf hin, dass das berechtigte Bedürfnis der Bevölkerung nach mehr Lärmschutz kein Widerspruch zu den Forderungen des Naturschutzes ist. Die Planer der Bahn dürften die Interessen von Mensch und Natur beim Ausbau der Rheintalbahn nicht unter den Tisch fallen lassen.
Der NABU beklagte die fortschreitende Tendenz zur industriellen Landwirtschaft, die vor allem in der südbadischen Oberrheinebene zu einer zunehmenden einheitlichen Maismonokultur führe. Artenreiche Wiesen und Streuobstwiesen sind so aus dem Landschaftsbild weitgehend verdrängt worden, mit allen negativen Folgen für die biologische Vielfalt.

Die Uferschnepfe benötigt die Elzwiesen als Rastplatz
Die Uferschnepfe benötigt die Elzwiesen als Rastplatz

NABU unterstützt Ausbau der Rheintalbahn

Forderung: Eingriffe in Natur müssen möglichst gering ausfallen

Freiburg, 11. März 2010 - Der Ausbau der Rheintalbahn zwischen Offenburg und Weil am Rhein wird zahlreiche Eingriffe in Natur- und Landschaft verursachen. Dennoch steht der NABU diesem Projekt positiv gegenüber, weil es dazu beiträgt mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen. Allerdings müssen die Eingriffe in Natur und Landschaft so gering wie möglich ausfallen.

Mit großer Sorge sieht der NABU die derzeitige Trassendiskussion zwischen Offenburg und Riegel. Eine Bahntrasse entlang der Autobahn wäre aus Sicht des Naturschutzes die eindeutig schlechtere Variante im Vergleich zur Parallelführung der neuen Bahnstrecke mit der bereits bestehenden Rheintalbahn.

Lesen Sie das entsprechende Fachgutachten, warum der NABU die Forderung "Bahn an die Bahn" unterstützt.

Am Oberrhein fast ausgestorben: Kiebitz
Am Oberrhein fast ausgestorben: Kiebitz

Biodiversität am Oberrhein

Große Gefährdungen und kleine Chancen

Freiburg, 13. Januar 2010 - Am 11. Januar eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel das "Internationale Jahr der Biodiversität" in Deutschland. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2010 dem Thema biologische Vielfalt gewidmet, um auf den immensen Verlust von Arten aufmerksam zu machen. Es ist höchste Zeit zu handeln, um den rasanten Verlust an Biodiversität zu stoppen - auch bei uns: Gemeinsame Pressemitteilung von NABU Südbaden und BUND Südlicher Oberrhein

Veranstaltungen in Südbaden

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Naturschutzjugend

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene machen "action for nature" Mehr