Paten gesucht für Blühfelder am Tuniberg

Foto: Bernd Uhlmann
Foto: Bernd Uhlmann

Die Freiburger NABU-Gruppe hat im Frühjahr 2020 eine Blühfelder-Patenschaftsprojekt begonnen und wächst: 2021 blühten auf bereits ca. 7 Hektar ehemaliger Maisfelder mindestens 30 bestäuberfreundliche Blumen, darunter 23 mehrjährige Wildkräuter. 2022 könnte die Fläche auf 10 Hektar anwachsen.
Dazu werden weitere Patinnen und Paten gesucht, die mit ihrem Beitrag den Fortbestand der bestehenden Blühfelder sichern und neue einzusäen helfen!

Folgen Sie diesem Link, für weitere Informationen zum Patenschaftsprojekt.

 

Jetzt anmelden zum neuen Praxiskurs!

Lebensräume schaffen für Steinkauz & Co!

Möchtest du dich gerne aktiv für die Natur einsetzen und dich bei der Aufwertung vielversprechender Lebensräume in der Nordwest-Schweiz, dem grenznahen Elsass oder Südbaden einbringen? Möchtest Du mehr über die Lebensraumansprüche vieler Tierarten der offenen Landschaft erfahren und wie Du sie aktiv fördern kannst?
Im Rahmen des "Trinationalen BirdLife-Programms Steinkauz und Obstwiesen" wird Kulturland ökologisch aufgewertet, um Steinkauz, Wiedehopf, Gartenrotschwanz, Zauneidechse und weitere Obstgartenbewohner zu fördern. In diesem Kurs lernst du die Landschaft aus den Augen dieser Tierarten kennen. Du wirst befähigt, selbstständig Flächen mit Potenzial zu erkennen und erfährst, wie Aufwertungsmassnahmen geplant und umgesetzt werden.
Der Kurs richtet sich an engagierte Personen, die ihre vielfältigen Fähigkeiten in der Natur einsetzen und etwas verändern möchten. Vorkenntnisse sind keine notwendig.

 

  • 02.02.2024 Theorieabend, Lebensraum Obstgarten und Zielarten
  • 22.03.2024 Theorieabend, Zielarten und Aufwertungs-massnahmen
  • 20.04.2024 Exkursion zu diversen Projektstandorten im Dreiland (ganztags)
  • 25.05.2024 Exkursion artenreiche Kulturlandschaft in Süddeutschland (ganztags)
  • 14.06.2024 Abendexkursion
  • 31.08.2024 Praxistag: Planung von Lebensraumauf-wertungen auf konkreten Grundstücken (ganztags)
  • 16.11.2024 Praxistag: Umsetzung der geplanten Auf-wertungen an diesen Orten (ganztags)

Kursorte: Basel und Umgebung, für die Exkursionen werden Fahrgemeinschaften gebildet
Kosten für NABU/LPO-Mitglieder: 160 €, Kostenreduktion kann angefragt werden
Kurssprache: Deutsch und Französisch
Kursleitung: Lukas Merkelbach und Julia Fürst mit verschiedenen ReferentInnen


Anmeldung bis 12. Januar 2024 an julia.fuerst@birdlife.ch; die Platzzahl ist beschränkt.
Sende uns deine Anmeldung gerne mit einem kurzen Beschrieb zu deiner Person sowie deiner Motivation, dich im praktischen Naturschutz zu engagieren. Angaben zu deinen Deutsch- und/oder Französischkennt-nissen helfen uns zudem bei der Planung.
Bei Fragen stehen Julia Fürst (julia.fuerst@birdlife.ch) und Lukas Merkelbach (lukas.merkelbach@merna-tur.ch) zur Verfügung.

Mehr Artenvielfalt durch Beweidung

 

Interreg-Projekt "Biodiv'Beweidung / Biodiv'Pâture" ist gestartet

 

Mit dem grenzübergreifenden Projekt BIODIV’Patûre / BIODIV‘Beweidung will der NABU zusammen mit anderen im Naturschutz aktiven Partnerorganisationen herausfinden wie sich eine extensive Beweidung auf die Artenvielfalt auswirkt. Dabei geht es um Antworten auf Fragen wie:

  • Welche Lebensräume entlang des Oberrheins eignen sich für die Beweidung?
  • Welche Tier- und Pflanzenarten profitieren besonders davon?
  • Welche Weidetiere sind für mehr Artenvielfal geeignet?
  • Was muss man bei der Pflege der Weidetiere beachten?
  • Wie sieht die CO2-Bilanz von Weideflächen aus?

Durch den grenzüberschreitenden Austausch sollen die Kenntnisse über die Auswirkungen der extensiven Beweidung im Oberrheingebiet, auf beiden Seiten des Rheins, vertieft und grenzüberschreitend ausgetauscht werden.

Schließlich geht es auch darum, geeignete Flächen für zukünftige Beweidungsprojekte zu finden. Extensive Beweidung hat ein großes Potential für den Naturschutz - es wird Zeit, dass wir lernen, es zu nutzen.

Die offizielle Webseite von BIODIV’Patûre / BIODIV‘Beweidung

 

Ausgezeichneter Artenschutz in Au

Dachgiebel wurden zu Fledermausquartieren umgebaut

Vor Jahren hat der Zimmerermeister Wilhelm Buttenmüller an seinem Haus in Au zwei Fledermausgiebel angebracht, d.h. vorne und hinten an den Giebeln unterm Dach je ein großes Spaltenquartier für Fledermäuse. Noch im gleichen Jahr wurden beide Quartiere besetzt und seitdem sind sie jedes Jahr ab Frühjahr bis in den Herbst hinein wieder da: vorne werden in einer sog. Wochenstube junge Zwergfledermäuse großgezogen, hinten leben im sog. Männchenquartier einzelne Männchen. Und in jedem Jahr zählt er mehrmals ab Sonnenuntergang, wie viele Fledermäuse zur Jagd ausfliegen und führt fein säuberlich Buch darüber: in guten Jahren sind es fast 70 Zwergfledermäuse!

 

 

Beate Hippchen hat für den NABU Südbaden Herrn Buttenmüller für sein vorbildliches Verhalten beim Fledermausschutz mit der Fledermausplakette und der -urkunde ausgezeichnet. Immer wieder sagte er: "Ich freue mich ganz arg."

 

Mehr zum Thema "Fledermäuse"

Gute Nachrichten für den Gaukler der Lüfte

Erfolgreicher Kiebitzschutz im Markgräflerland

Foto: H. P. Dieringer
Foto: H. P. Dieringer

Sieben Kiebitzpaare brüteten dieses Jahr in einem kleinen Gebiet südlich von Freiburg. Erfreulicherweise waren alle 7 Brutpaare erfolgreich! Dieser schöne Erfolg wurde durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter dieses Projektes und die enge Zusammenarbeit zwischen NABU, RP Freiburg, dem örtlichen Jäger und den Bewirtschaftern der Äcker erst ermöglicht. Sicher hat aber auch das ungewöhnlich nasse Frühjahr eine wichtige Rolle für den Bruterfolg gespielt. Die Sichtungen brütender Kiebitze werden kartographisch erfasst und die Nester anschließend markiert, sodass sie bei der Bewirtschaftung der Äcker unbeschädigt bleiben.

Stoppt den Flächenfraß!

Start des Volksantrags gegen Flächenverbrauch

Eine neue Straße, die Erweiterung eines Gewerbe- oder Baugebietes - jeden Tag werden in Baden-Württemberg 6 Hektar Boden versiegelt. Sie fallen damit für die Nahrungsmittelproduktion weg, verlieren ihre Wasserspeicherfunktion und ihren Wert als Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Böden gehören zu den nicht nachwachsenden Ressourcen und brauchen deshalb unseren besonderen Schutz.

Deshalb wurde der Volksantrag gegen den Flächenfraß in Baden-Württemberg gestartet, der von mehr als 17 Verbänden unterstützt wird- Alle Informationen und Anleitungen findet man auf der Kampagnen-Webseite. Die Materialien können kostenlos bestellt werden. Man kann sie aber auch unter dem Menü Downloads herunterladen und selbst ausdrucken. Die Ausfüllhilfe ist unbedingt zu beachten (ein Blatt pro Unterschrift, kein Bleistift, Vor- und Rückseite, wahlberechtigt in BW). Ausgefüllte Unterschriftenblätter können bei uns in der NABU-Bezirksgeschäftsstelle abgegeben, oder an die auf der Webseite genannten Adresse geschickt werden. (Bild: Volksantrag)

 

Artenförderung über die Grenze

Interreg-Projekt - für den NABU Südbaden von Christine Hercher betreut

Bild: Christine Hercher
Bild: Christine Hercher

Das grenzüberschreitende Interreg Projekt «Ramsar Biodiversité/ Ramsar Biodiversität» wurde im Dezember 2021 nach dreijähriger Laufzeit erfolgreich abgeschlossen. Im Fokus standen sechs gefährdete Tierarten (Kiebitz, Flussseeschwalbe, Wasserralle, Steinkauz, Bechsteinfledermaus und Laubfrosch) für welche die Projektpartner richtungsweisende Schutzmassnahmen auf beiden Seiten des Rheins umgesetzt haben.


Im Rahmen des Projekts – zu 50% durch die Europäische Union finanziert – wurden grossflächig Weiher, Nassmulden und Kiesinseln angelegt, ausserdem Bruthabitate ökologisch aufgewertet. Für den Steinkauz wurden insgesamt 250 Brutröhren zur Erweiterung der bestehenden Populationen an geeigneten Standorten sowie 165 Nistkästen für Kleinvögel aufgehängt. Dazu kam die Pflanzung von rund 100 Hochstammbäumen sowie die Anlagevon Kleinstrukturen in Steinkauz-Gebieten. Alle  Steinkauznisthilfen wurden in einer Datenbank erfasst und in ein Monitoring eingebettet.
Sowohl auf französischer wie auch auf deutscher Seite ist der Erfolg der Massnahmen für den Steinkauz dem Netzwerk von Ehrenamtlichen zu verdanken, welche sich mit viel Herzblut engagieren. Ihr Einsatz reicht vom Bau der Nisthilfen (vor allem im Elsass), über deren Installation und Betreuung sowie das Monitoring der Brutstandorte, der Pflege von Kontakten zu Grundstücksbesitzern bis hin zu zahlreichen Pflegeeinsätzen in Streuobstgebieten. Ohne Ehrenamtliche wäre die Anlage und Pflege der Steinkauz-Lebensräume gar nicht möglich.

Die Bremgartener Wiesen

Rettung für einen einmaligen Lebensraum

Foto: Bernd Uhlmann
Foto: Bernd Uhlmann

Wie eine Naturoase in einer intensiv bewirtschafteten Ackerwüste liegen die Bremgartener Wiesen. 250 Hektar – das entspricht  einer Fläche von rund 350 Fußballfeldern – stellen die größte zusammenhängende Falchland-Mähwiese in Baden-Württemberg dar.

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Neuer Flyer für unser Segler-Projekt!